Now The Ball Is On Your Side
Annika Unterburg

21.03. - 02.05.2014

Eröffnung, 
Freitag, den 21.03.2014, 19 Uhr


super bien! gewächshaus für zeitgenössische kunst
Schwedterstr. 232, 10435 Berlin

Es geht ums Private. So jedenfalls suggeriert es der häusliche Rahmen, in dem die Installation „Now The Ball Is On Your Side“ von Annika Unterburg verortet und für den Betrachter von außen einsehbar ist. Ein Fußball, die schlichten Holzkonstruktionen zweier einander gegenüberliegender Tore und eine Kreidemarkierung auf dem Boden bilden im Gewächshaus die provisorische Szenerie eines Spielfeldes. Ein Spannungsfeld für Verlierer und Gewinner zeichnet sich ab. Die Pause vor dem großen Knall scheint hörbar zu sein: Denn wer auch immer hier gewinnen oder verlieren mag, mit großer Wahrscheinlichkeit geht der schützende Raum dabei ebenso zu Bruch.

Die Tatsache, dass es sich bei diesem Hinterhof um den Fahnenplatz des Schulhofes einer ehemaligen Jungenschule handelt, fügt der Arbeit damit eine weitere Lesart hinzu, und es erschließt sich auf diese Weise ihre öffentliche Dimension: Now The Ball Is On Your Side - vielleicht ist damit das Gerangel des täglichen Ein- und Ausschließens gemeint?

Die Hamburger Künstlerin Annika Unterburg arbeitet mit einer Vielzahl von Medien und regelmäßig im öffentlichen Raum. In ihren Bildern, Objekten und Installationen verbindet sie Reduktion, Serialität und eine ungewöhnliche Materialität spannungsreich miteinander. (www.unterburg.com) 


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english version
It’s about the private. At least that is what the domestic context suggests in which Annika Unterburg’s installation „Now The Ball Is On Your Side“ is located and observable by the viewer. A football, the simple wooden construction of two opposing goals and a chalk mark on the ground form the provisional scenery of a playing field inside the greenhouse. The conflict between the winner and the loser can be anticipated. The calm before the storm seems to be audible. Regardless of who will win here: The space surrounding the match will probably break.

The backyard where the installation can be found is the playground of a former boys’ school. This adds another aspect to the work and shows its public dimension. Perhaps „The Ball Is On Your Side“ could also refer to the daily struggle between inclusion and exclusion?

The Hamburg artist Annika Unterburg works with a variety of media and often works in public space.  In her paintings, objects, and installations she combines reduction, seriality and the use of unusual materials. (www.unterburg.com)



Die Installation ist jederzeit von Außen zu sehen/
The installation is day and night visible from the outside

(Termine nach Vereinbarung/Inside: per appointment)

Anne Katrin Stork: 0176 385 465 38 





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super bien!

gewächshaus für zeitgenössische kunst

Schwedterstr. 232
10435 Berlin
(auf dem Gelände
der Ateliergemeinschaft Milchhof e. V.)



Kuratorische Leitung:

Anne Katrin Stork
fon  0176 385 465 38 

Tram M 10: Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark


Tram 12: Schwedter Straße

U 8: Bernauer Strassewww.superbien.de


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»Betreff 28« // Westwerk, Hamburg

Eröffnung: Freitag, 13. Dezember 2013 

Westwerk, 
Admiralitätstraße 74, Hamburg

Ausstellung: 14. bis 22. Dezember 2013

 »Betreff 28« 

Vor 28 Jahren veranstaltet die World Wrestling Federation in den USA die 1. Wrestlemania, feiert Oma Käthe ihren 92. Geburtstag, werden aus dem Pariser Musée Marmottan Monet während der Öffnungszeit von Bewaffneten neun Gemälde des impressionistischen Malers Claude Monet geraubt, siegt Boris Becker als erster Deutscher und jüngster Tennisspieler aller Zeiten beim Grand-Slam-Turnier von Wimbledon, gewinnt eine Hausfrau in Niedersachsen 6,97 Millionen D-Mark im Lotto, darf Stevie Wonders Musik in Südafrika nicht mehr ausgestrahlt werden, weil er seinen Oskar Nelson Mandela widmete, wird im ZDF die erste Folge der Schwarzwaldklinik gesendet und das Wrack der Titanic gefunden, stirbt der Schriftsteller und Nobelpreisträger Heinrich Böll, erblickt die Hauskatze Pia das Licht der Erde, wird die Saatchi Gallery in London eröffnet – und in Hamburg das Westwerk gegründet. Unzählige Ausstellungen, Veranstaltungen und Raumverwandlungen finden seitdem hier statt. Wir feiern ein unrundes Jubiläum mit einem besonderen Projekt. Dazu wurden Leinwände verschickt, bearbeitet, zurückgeschickt – und schließlich zu einem großen Ganzen zusammengefügt. Unter Beteiligung von über 100 nationalen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern, von mehreren hundert, die seitdem unsere Gäste waren …

All dimensions in meter // Galerie Feinkunst Krüger, Hamburg




All dimensions in meter

Ausstellung der Ateliergemeinschaft Beerenweg







Vom 07. bis zum 28. September 2013 zeigen 13 Künster/innen der Ateliergemeinschaft Beerenweg in einer raumgreifenden Installation ihre Arbeiten bei Feinkunst Krüger, Kohlhöfen 8, 20355 Hamburg.
Zur Vernissage am Samstag, den 07. September 2013 ab 20.00 Uhr, in Anwesenheit vieler Künstler, laden wir herzlich ein.

Ausgangspunkt dieser Ausstellung war die drohende Kündigung der Arbeitsplätze der Künstler. Die bisherige Miete sollte sich vervierfachen und hätte damit ein Existieren der Ateliergemeinschaft un-möglich gemacht. Nach zähen Verhandlungen einigte man sich auf eine Verdoppelung der Miete und eine dreijährige Laufzeit. Damit ist das Problem erst einmal aufgeschoben, mehr aber auch nicht.
Weiterhin ist die Lage in Hamburg dramatisch wenn es um Arbeitsraum für Künstler geht. Dieses ist in letzter Zeit etwas in Vergessenheit geraten (auch wenn sich die Lage sicher leicht verbessert hat) und diese Ausstellung soll dazu beitragen, die Problematik weiter im Auge zu behalten.
Die aus 13 Künstlern bestehende Ateliergemeinschaft in Bahrenfeld wird zum ersten Mal seit ihrem Bestehen eine gemeinsame Galerieausstellung präsentieren. Einige Künstler wie Jessica Halm, Simon Hehemann, Stefan Vogel, Martin Meiser oder Gitte Jabs haben zuvor schon spektakuläre Ausstellungen mit Installationen und großformatiger Malerei in der Galerie gezeigt.
Wie oben beschrieben stand die Ateliergemeinschaft kurz vor dem Aus und bleibt nur durch eine glückliche Wendung und Verhandlungsgeschick für drei weitere Jahre bestehen. Der Titel: „All dimensions in meter“ erzählt von den Nerven in laufenden Metern, die es gekostet hat, diesen Ort in all seinen Dimensionen zu erhalten. Gleichzeitig wird mit der totalen Vermessbarkeit sämtlicher Wahrheiten gedroht, einer Gleichschaltung der Proportionen in einer unwirtlichen Ordnung. Geplant ist eine Installation aus diversen Ensembles, die den Aspekt künstlerischen Arbeitens gebunden an ihren jeweiligen Ort behandelt.
Dabei bleiben in dieser raumgreifenden Installation voraussichtlich die Wände frei. Jeder Künstler wird ein Werk erschaffen welches sich auf dem Boden befindlich, Stück für Stück, Modul für Modul aneinander reiht und einen Parcours aus Skulpturen, Objekten und Stellwänden ergibt.
Teinehmende Künstler/innen:


Birgit Brandis, Jessica Halm, Simon Hehemann, Gitte Jabs, Ena Klopp, Gosia Machon, Martin Meiser, Julia Münz, Magdalena Sadziak, Philip Spiegelberg, Annika Unterburg, Stefan Vogel, Miriam Zadil